Spakenburg, 18.09.2009

Das Studio, in dem das Konzert stattfinden
würde, befand sich in einer Art Industriegebiet, dass sich eindeutig dem
Fischhandel verschrieben hatte. Nicht nur, dass es neben der Garnalenstraat und
dem Anjoviweg eine Heringsstraat gab, es lag auch ein Hauch von Fisch in der
Luft. Zum Glück aber recht ertragbar.
Patricia trug in der ersten Hälfte ein anscheinend neues weißes Kleid, in der
zweiten eines der obligatorischen Essential-Outfits. Während bei den ersten
Songs noch eindeutig Locken erkennbar waren, wurden sie im Laufe des Abends und
mit jedem Song ein wenig glatter. Statt Ralph war wieder Uli als Gitarist dabei.
Nichts gegen ihn, aber Ralph ist die eindeutig bessere Besetzung. Alleine schon,
weil er irgendwie besser zu Patricia passt und eben auch stimmliche Begleitung
ist, was bei Uli gar nicht der Fall ist.
Da Jan Schuurmann anwesend war, der früher für die Familie die Kaufvideos
gemacht hat, war er an diesem Abend Ansprechpartner und Opfer Nummer eins. Unter
anderem wurde er bei “let it shine” auf die Bühne gezerrt. Das schien ihn jedoch
nicht zu missfallen.
Patricia erzählte wieder die Heidi-Geschichte. Dass sie früher bei ihrer
Nachbarin immer Heidi gucken durfte, weil sie selber keinen Fernseher hatten. Zu
Weihnachten bekam sie dann eine Puppe geschenkt. Eine Neue, obwohl die Familie
nicht viel Geld hatte. Eines Tages war deren Kopf verschwunden und so lief sie
zu ihrem Vater, der ohne nachdenken zu müssen sagte: “Jimmy, Joey. Herkommen.
Sofort”. Leider blieb der Kopf verschwunden, weil die beiden trotz Suchens nicht
mehr wussten, wo genau sie ihn nun vergraben hatten.
Weiterhin erzählte sie, dass sie damals in Rom von einer alten, reichen Frau
eingeladen wurden, für sie zu spielen. Obwohl der Vater es nicht wollte, ließ er
sich überreden und so gingen sie zum Haus der Frau. Als sich die Tür öffnete und
sie die ganzen reichen Menschen sahen, sagte der Vater: “Kids: One, two, three.
GO!” und so rannten sie davon.
Generell erzählte sie recht viele Sachen, die bei den bisherigen Konzerten nicht
erwähnte. Auch wenn sie nicht immer ausschweifend waren, waren sie durchaus
interessant. Sie redete vom Hausboot, das sie in Amsterdam gekauft hatten und
das sie wochenlang renovierten und strichen. Immer wenn sie fertig waren, wollte
der Vater es wieder in einer anderen Farbe. Außerdem hätten sie dort einen “very
sweet gut” als Nachbarn gehabt : )
Zwischendurch erzählte sie, dass sie ja nun im Musical spielen würde und am
Vortag ganz nervös war, weil sie es vor der Presse vorstellen sollte. Während
sie noch die Texte lernen müsste, rennen Alexander und Ignatius schon durchs
Haus und singen diese Lieder. Am Ende des Konzerts sang sie dann auch “Lied
eines Engels”. Nur am Ende blieb sie kurz hängen und es dauerte einen Moment,
bis sie wieder wusste, wo sie war. Ansonsten klappte es schon ganz gut und bis
zum Hänger auch ohne Text. Sie erzählte kurz, dass sie zwei Rollen spielen
würde. Die des Engels und die der Belle. Als letztere müssen sie einen anderen
Mann küssen. Im Moment sei ihr noch nicht bewusst, ob sie das gut oder schlecht
finden soll. Denis sei allerdings nicht sehr begeistert davon.
Nach der Show gab es wie immer Autogramme und Fotos. Diesmal in einer neuen
Rekordzeit.