Schweinfurt, 29.5.2009

 

Als wir abends wieder zur Location kamen, war Patricia bereits angekommen und beim Soundcheck. Allerdings, wie wir vor Ort erfuhren, mit Verspätung ihrerseits, weswegen der Einlass sich um 40 min verzögerte. Kurz konnte man in den Raum hereinschauen, wo der Soundcheck gerade lief. Patricia trug eine Jeans und darüber ein helles Oberteil, welches auf die Entfernung und bedeckt mit der blauen Strickjacke, nicht näher zu erkennen war. Außerdem trug sie einen Schal.

Der Einlass lief ruhig ab und wir nahmen Platz in den aufgestellten Stuhlreihen. Das Konzert fand im "Stattbahnhof" statt, welcher sonst eigentlich für Veranstaltungen "härterer" Musikstile ist. Dies bemerkte Patricia auch mit: "Hier sieht man eben Verschiedenes." Es ist eben eine alte, hohe Bahnhofsvorhalle...alles ziemlich verrucht und Wandschmuck mit punkigen Bildern. Hierzu sagte Patricia: "Punks waren immer unsere Freunde auf den Straßen."

Das Konzert begann, wie üblich, mit Ralphs Intro und einer dazu klatschenden Patricia, welche die Treppe herunterkam. Schon ihre Haltung und der Kleidungsstil (sie kam mit der Strickjacke über den Sachen auf die Bühne) verhieß nichts Gutes. Nach dem ersten Lied sagte sie, dass sie ziemliche Rückenschmerzen hat, weil sie sich vermutlich was eingeklemmt hat. Die erste Hälfte der Show verlief entsprechend ruhig und sie schaute immer wieder skeptisch beim Benutzen der Gitarre.

"Danny Boy" entfiel kurzfristig. Zum Trommelspiel "bediente sie ein Stuhl", wie sie es selbst bezeichnete. Sie erzählte ihre Lebensgeschichte, welche diesmal ohne neuere/unbekanntere Geschichten ausfiel. Nach der Pause kam sie auf die Bühne und sagte: "Eigentlich könnte ich mich doch zu euch setzen und wir erzählen etwas. Es ist heute so gemütlich." Bei den Negro Spirituals versuchte sie alles zu geben und schaffte es auch das Publikum mitzureißen. Einige Parts lies sie das Publikum singen und hielt das Mikro in die Menge. Sogar kleinere Tanzeinlagen gab es. Vor "No Lies" fragte sie, was sie denn singen sollen. Aus dem Publikum kamen Vorschläge, wie "Mama", "Explosions" (welches sie kurz ansang) und "Shortnin Bread". Bei letzterem sang sie dann auch eine Strophe. Anschließend folgte "No Lies".

Nach der Verbeugung wurde wieder nach einer Zugabe verlangt, welche sie auch gern spielte. Ralph wies jedoch gleich daraufhin, dass es schon Wahnsinn ist, dass das Konzert überhaupt stattfand und sie daher um Verständnis bitten, dass sie nur eine spielen. Und so kam "Beautiful life" und ein zufriedenes Publikum verließ den Saal.

Auch die Autogrammstunde fiel diesmal berechtigt aus!

Cella