Dinslaken, 21.08.2010
Das Konzert fand wie im
vorigen Jahr im Yukon-Saloon statt, der dieses Mal nicht ganz so vollgestopft
war und man es sehr viel besser drin aushalten konnte. Patricia betrat die Bühne
im lila Kleid mit einer kurzen Jacke, die gleichzeitig als Diskokugel diente und
das Licht reflektierte. Neben ihr war die bekannte Jazz-Band aufgelaufen. Benny
am Schlagzeug, Benjamin am Keyboard und Markus am Bass. Leider fehlte Peter und
somit auch etwas der Jazz. Stattdessen hatte es zwischendurch schon fast einen
rockigen Touch.
Wie immer bedankte sie sich fürs Kommen und dafür, dass der Saloon quasi extra
für das Konzert geöffnet war, Pause von der Sommerpause anscheinend. Sie stand
noch gar nicht richtig auf der Bühne, als sie auch schon meinte, dass es ja
verdammt heiß sei und doch bitte die Türen auf allen Seiten geöffnet werden
sollten. Bei der Gelegenheit erzählte sie auch direkt, wie schlecht ihr Deutsch
geworden sei. Statt „Seite“ sagte sie nämlich „Zeite“. Generell gab es auch an
diesem Abend wieder viele nette Versprecher zu hören. Unter anderem meinte sie,
dass wenn sie in Höhle käme, es wegen Eitelkeit sei. Irgendwann bat sie Denis
ihr doch bitte ein Handtuch zu bringen. Anscheinend war keins aufzutreiben, denn
nach ein paar Minuten kam er wieder und drückte ihr stattdessen ein Shirt ihrer
Kinder in die Hand. Sie wollte gucken, von welcher Firma das sei. H&M nichts,
Gucci natürlich auch nicht. Da mischte sich Ignatius (der zusammen mit Alexander
auf der Treppe zur Bühne hockte und von dort aus zusah) ein und rief: „Von
Ignatius, von mir. Wenn der T-Shirt dreckig geht, kann ich den nehmen“.
Ihre Physiotherapeutin hatte ihr ans Herz gelegt sich auf der Bühne doch bitte
zu setzen und sich so wenig wie möglich zu bewegen. Dafür hatte sie einen Hocker
dabei, der immerhin bei anderthalb Songs Verwendung fand. Das scheint wohl noch
einige Zeit der Gewöhnung brauchen. Jedenfalls stand sie recht schnell wieder
und meinte: „Auch wenn die Therapeutin bestimmt in youtube guckt. „Mädel ich
guck, ob du wirklich gesitzt hast!“
Nach der Pause kam Patricia mit schwarzer Afro-Perücke auf die Bühne und nahm
diese erst ab, als Ignatius (der zu dem Zeitpunkt auf Denis’ Schultern saß)
sagte, dass es ihm ohne besser gefällt. Schwupps wies Patricia die Band an
weiter zu spielen, um in ihre Garderobe zu verschwinden und die Haare zu kämmen.
So viel zum Thema Eitelkeit.
Im zweiten Teil wurden Alexander und Ignatius auf die Bühne geholt und durften
ein Djembe-Solo spielen und „Let it shine“ (mit zweimal „shine all over
Germany“) singen. Da sie quasi direkt vom Essen gerufen worden, war Alexander
erstmal damit beschäftigt sich immerzu den Mund abzuwischen :D
Das Programm war das Altbekannte Jazz-Programm, ohne viele Änderungen.
Zwischendurch war sie immerzu damit beschäftigt die Reihenfolge zu ändern und
somit war es teilweise fast schon etwas chaotisch. Aber sympathisch. Wie immer
eben.