Halle, 18.04.2009

Patricia kam am Nachmittag in Halle an und machte ein paar Fotos mit Fans, die zu ihr kamen. Dabei trug sie neben ihren Marlene-Hosen, hellblaue Chucks. Nachdem später die über die Homepage bestellten Tickets verteilt worden waren (übrigens mit einem bisher unbekannten Foto), ging der Einlass recht pünktlich los und wir nahmen Platz im Objekt 5, das sehr gemütlich war. Es war ein kleiner, sehr hoher Raum mit Bühne und Bar, in dem Stehtische recht zufällig angeordnet waren. Zur Bühne führte eine recht hohe Treppe, die Patricia nach einem von Ralph gespielten Intro klatschend herunterkam und mit “hecho la Ronda“ begann. Sie trug in etwa das selbe Outfit wie ein Jahr zuvor beim Familienkonzert in Maastricht, dazu Stiefel.

Wie schon in Panningen erzählte sie in etwa die selben Geschichten über ihre Kindheit in Europa und das Leben der Familie Kelly. Direkt am Anfang sagte sie, dass sie nicht wusste, dass Angelo diese Traveller - Tour macht, weil sie sich gegenseitig keine Geheimnisse erzählen. So war es Zufall, dass sie gerade die selbe Art von Konzerten geben. Sie wolle von der Zeit vor 94 erzählen, weil die meisten Fans nicht viel darüber wüssten und sie selber eigentlich googlen muss, um etwas über ihre Kindheit zu erfahren.

Sie bat um etwas Nachsicht, weil es für sie schwierig sei auf deutsch zu erzählen und sagte, dass sie hofft, dass es nicht zu viele Missverständnisse geben wird. Allerdings gab es ein paar, über die man wirklich gut lachen konnte. Zuerst erzählte sie von den spanischen Frauen, die früher Container auf den Köpfen trugen. Gemeint waren Krüge mit Wasser. Später fragte sie, ob uns ihre Bestattung gefallen würde. Erst nachdem ihr Ralph erklärte, was sie gerade gesagt hatte, korrigierte sie auf Ausstattung.

--> Ich bin meinen Eltern unendlich dankbar für Alles was sie mir und meinen Geschwistern gegeben haben. Sie haben so viel geopfert und sich so viele Gedanken gemacht. Und es war nicht immer leicht. Ich möchte nicht damit sagen, dass es alles die Traumreise war. Wir hatten manchmal kein Geld, aber wir hatten Freiheit und das ist auch sehr mutig. Ich hab jetzt zwei Kinder und man hat ja Angst als Eltern. Man möchte die immer versichern und versorgen. Aber ich bin meinen Eltern so dankbar für dieses Leben, was sie mir gegeben haben.

Sie erzählte, dass ihr Vater im Kloster war und kurz vor den ewigen Gelübden ausgetreten ist, man sich allerdings keine Hoffnungen bei Paddy machen sollte. Außerdem die Geschichte, wie sie in Wien auf der Straße gespielt und das verdiente Geld Bernhard Paul gegeben haben, damit er die Tiere seines Zirkus füttern kann.l

--> Es war immer mein Traum, Harfe zu spielen. Aber ich hab leider sehr sehr spät angefangen. Dann hab ich die Kinder bekommen und das Üben fehlt mir, aber ich mach ein Song für mich! Meine Kinder sind sehr musikalisch geworden. Vorhin ruf ich an und Denis konnte kaum sprechen, weil die im Hintergrund Caaaaalling heaven now… Also es ist sagenhaft, wirklich schön! Die spielen auch Djembé. Ihr wisst, diese afrikanischen Trommel. Wie die Weltmeister, wirklich! Und Schlagzeug- Alexander wollte unbedingt Schlagzeug lernen, Klavier lernen die auch. Und Ignatius möchte Geige lernen. Müssen wir zum Geburtstag eine kaufen- ein Minigeige.

Dabei erwähnte sie direkt die neue Essential-CD, bei der Alexander und Ignatius mitsingen. Eigentlich wollte sie die Aufnahme nur für die Beiden machen, weil es aber so schön geworden ist, wollte sie es teilen. Später im Programm setzte sie sich ans Klavier, das auf der Bühne stand und begleitete Ralph bei “Banks of the ohio” und stimmte kurz danach ein neues Lied an, das sie im Moment wohl ständig spielte. Sie meinte, dass sie ihre Familie immer wochenlang mit einem Song nervt und es schließlich doch wegwirft.

Nach drei Zugaben verließ sie dann die Bühne und meinte, dass heute noch Disco sei und sie nicht so lange machen können. Später half sie noch beim Abbau der Instrumente und widmete sich den Fans, die anscheinend noch viel mehr waren, als sie erwartet hatte…