03.10.2008 Altenburg


Auf dem Weg vom Bahnhof zum Logenhaus kamen uns Patricia und Denis im Opel entgegen, anscheinend ebenfalls auf der Suche. Wir ließen uns dann noch etwas Zeit, um nicht ganz zeitgleich anzukommen.
Entgegen unserer Befürchtung, dass wieder nur die ersten Paar Reihen besetzt sein würden, war das Logenhaus doch sehr voll. Zwar nicht bis auf den letzten Platz, aber bestimmt mit guten 250 bis 300 Besuchern gefüllt. Die Stimmung war sehr gut, wenn vielleicht manchmal schon etwas übertrieben. Aber gut, nichts worüber man sich beschweren müsste. Patricia hatte ihr Gymnich-Outfit an und war zwischendurch recht oft damit beschäftigt das Kleid hochzuziehen, damit es sich nicht verabschiedetet.
Sie redete wieder sehr viel, unter anderem von den vielen E-mails, die sie bekommt und leider noch nicht alle lesen konnte. Sie würde es noch tun, leider sei es jedoch unmöglich alle zu beantworten. Jimmy spielte an dem Tag in Leipzig auf der Straße und sie hoffte, dass er noch kommen würde. Nach der Pause erzählte sie aber, dass es nichts werden würde, denn er müsse ja bis zum Ende des Festes (20Uhr) da sein, um jeden Pfennig zu verdienen. Sie bekam wieder einen großen Geschenkkorb, der direkt ausgewertet wurde. Unter anderem eine Flasche Wein, die sie am Abend mit Denis trinken wollte ;)

“ War sehr viel Stau dieses Wochenende. Wir sind. also ich und Denis. Ich bin ganz ganz froh, dass mein Mann diesmal mitgekommen is.
Das ist übrigens mein Mann - Denis! Ich glaube, er filmt für sich selbst, oder ich weiß nicht. Für mich nicht!
Auf jeden Fall., nein, also wir sind gestern 8 Stunden gefahren. Und war sehr viel Stau und ja, was soll ich sagen. Er ist gefahren, die ganze Zeit. Und ich hab geschlafen, ich hab ein Video geguckt, in sein Laptop- das war ne herrliche Fahrt!“
„Auf jeden Fall gestern im Stau war das so, dass Denis statt Cola zu trinken zum Wachbleiben, hat er rohes Blumenkohl und rohes Kohl gegessen. Das waren Gerüche!“
„Ich hab hier was, ne Zeitung! Die Bildzeitung. Muss mal lesen: Lügen.. Lügen… Lügen.
Diesmal über meinen Bruder- mein anderer Bruder, auch n bisschen irre. Paddy Kelly lebt als Mönch im Kloster. Habt ihr gesehen? Auf jeden Fall- guckt mal! Und da ist ein großes Bild von Paddy so mit den langen Haaren. Jetzt hat er überhaupt keine Haare. Peter- Konkurrenz!
Und ich bin tierisch stolz auf meinen Bruder. Der ist seit 4 Jahren im Kloster- das ist keine Lüge, das ist wahr.
Und er betet, betet und betet für uns alle.
Dieses nächste Lied ist für mein Bruder, den ich von ganzem Herzen liebe und stolz auf ihn bin!“
„Oh Gott, ich war schon als Kind seltsam, hab ich immer alles runter geschmissen. Aber mein Vater sachte immer: „Patricia mach jetzt dein Glas kaputt, damit wir anfangen können zu essen““


Alles in Allem war es ein sehr schönes Konzert. Einzige Schwachstelle war Herr Singer, der meinte vor den Zugaben noch eben eine Auktion machen zu müssen, die einfach nur unpassend und zum fremdschämen war. Patricia und die Band verschwanden in der Zwischenzeit von der Bühne und wussten wahrscheinlich selber nicht, was da grad passierte.


1. Summertime
2. Diamond ring
3. I’ll hide under your coat
4. I’ll be there
5. New room
6. Somewhere over the rainbow
7. Gucci Shit
8. Strange world
9. put on the light
10. Brought me home
11. Let the wind blow
12. Little body
13. Love music n sun
14. Beautiful life
15. Wonderful world
16. First time

Nach der Show standen wir noch an unseren Plätzen und unterhielten uns, als Patricia kam. Sie fragte uns, wie wir es gefunden haben und meinte dann: „Ok Mädels, ich geh schon mal vor, Autogramme schreiben. Wir sehen uns dann!“ Und so lief sie hinter Denis her, mit ihrer Handtasche in der Hand. Wir ließen uns allerdings sehr viel Zeit und gesellten uns erst nach über einer Stunde und mit genug Abstand dazu. So bekamen wir mit, wie sie über Roncalli sagte: „Ja, Roncalli… Zu viert, toll ne?“ Denis saß unterdessen auf einem Tisch und arbeitete den Roncalli-Vertrag durch und meinte dann, dass da ja auch Städte stehen würden. Recklinghausen und Osnabrück. Die dritte würde noch nicht feststellen. Zwischendurch trieb er Patricia immer bisschen an, die allerdings trotzdem alle Zeit der Welt hatte. Wir standen am Ende da und sie fragte uns, ob wir noch Fotos wollten. Erst sagten wir nein, bis sie meinte: „Doch, das machen wir jetzt“. Denis half ihr vorher noch in ihren Mantel und gab ihr ihren Pelz und dann stellten wir uns auf. S
päter auf dem Weg zu unserem Auto hielt sie noch mal, kurbelte ihre Scheibe runter und rief: „Mädels, ihr wart die Ersten, wart immer da und habt meine T-Shirts gekauft. Ich weiß das und vergesse das nicht! Kommt gut nach Hause!“